345 Wehrleute im Einsatz: Waldbrandübung in der VG Kirchberg


Bereits seit mehreren Monaten bereiten sich die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Kirchberg intensiv auf die Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden vor. Mehr als 100 Feuerwehrangehörige wurden bei der Feuerwehr Sohren/Büchenbeuren theoretisch ausgebildet und fungieren als Multiplikatoren in ihren jeweiligen Einheiten. Den praktischen Abschluss dieser Ausbildungsreihe bildete eine groß angelegte

Waldbrandübung am 17. Juni 2026 im Bereich der Gemarkungen Bärenbach und Schwarzen.


Das angenommene Szenario ging von einem Waldbrand aus, der sich aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der hohen Temperaturen rasch ausbreitete. Nach der ersten Lageerkundung wurden umfangreiche Kräfte nachalarmiert, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern und den Brand unter Kontrolle zu bringen.


An der Übung beteiligten sich insgesamt 345 Einsatzkräfte mit 37 Fahrzeugen aus 28 Einheiten. Unterstützt wurden die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Kirchberg durch ein Großtanklöschfahrzeug der Flughafenfeuerwehr Flughafen Hahn. Darüber hinaus kamen der IuK-Zug (Informations- und Kommunikationszug) sowie der Einsatzleitwagen 2 des Rhein-Hunsrück-Kreises zum Einsatz, die insbesondere die

Kommunikations- und Funkverbindungen im gesamten Einsatzgebiet sicherstellen.


Die Einsatzleitung unter der Führung von Wehleiter Oliver Socha wurde durch die Führungsstaffel der Verbandsgemeinde Kirchberg unterstützt. Zu deren Aufgaben gehörten die Koordination der Einsatzkräfte sowie die Einsatzdokumentation. Auch moderne Technik kam zum Einsatz: Eine Drohne lieferte wichtige Lagebilder aus der Luft und unterstütze die Einsatzleitung bei der Beurteilung der Lageentwicklung. Eingerichtet wurde die Einsatzleitung am geografischen Mittelpunkt von Rheinland-Pfalz in Bärenbach. Vor Ort machte sich auch Verbandsgemeinde Bürgermeister Peter Müller ein Bild von der Übung.


Schwerpunkte der Übung waren die Kommunikation zwischen Einsatzleitung und Einsatzabschnittsleitungen, die Zusammenarbeit innerhalb der einzelnen Einsatzabschnitte sowie die Wasserversorgung im Waldgebiet. Hierzu wurden rund 2,5 Kilometer Schlauchleitungen verlegt, Ergänzend erfolgte die Versorgung der Einsatzstellen durch einen Wasserpendelverkehr. Besonders gefordert waren dabei die Maschinisten, die in enger Abstimmung mit den Einsatzabschnittsleitungen für eine zuverlässige Wasserversorgung der eingesetzten Einheiten sorgten.


Deutlich wurde bei der Übung auch der Nutzen der in den vergangenen Monaten beschafften wasserführenden Fahrzeuge der Ortsfeuerwehren. Gerade bei Wald- und Vegetationsbränden ermöglichen sie eine schnelle Bereitstellung von Löschwasser und erhöhen die Schlagkraft der Feuerwehren deutlich. Darüber hinaus wurde gezielt in weitere Ausrüstung zur Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden investiert.


In der abschließenden Nachbesprechung zog Wehrleiter Oliver Socha ein positives Fazit. Die vergangenen Monate sowie die Übung selbst hätten wertvolle Erkenntnisse geliefert und die Einsatzkräfte auf mögliche Hitz- und Trockenperioden vorbereitet. Gleichzeitig lobte er das hohe Engagement aller Beteiligten sowie die große Bedeutung der Ortsfeuerwehren bei der Bewältigung solcher Einsatzlagen.


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